In der Zeit vom 09.05. - 26.05.2026 waren alle Interessierten eingeladen, sich die an die aktuellen Ausstellungen angelehnten kreativen, vielfältigen und facettenreichen Werke von Klever Schülerinnen und Schülern im Museum Kurhaus anzusehen.
Auch Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums leisteten gemeinsam mit ihrem Kunstlehrer Herrn Deckers einen wichtigen Beitrag zu dieser Ausstellung.
Die Schüler und Schülerinnen der A4 hatten sich im Rahmen eines kreativen Projektes intensiv mit den Kühen von Matare auseinandergesetzt und diese anschließend aus Ton plastiziert. Dabei setzten sie sich zunächst mit den charakteristischen Merkmalen der Originale auseinander, wie etwa den Körperformen, Proportionen und typischen Haltungen. Auf dieser Grundlage entwickelten sie eigene plastische Umsetzungen, bei denen sowohl Genauigkeit als auch individuelle Gestaltung eine wichtige Rolle spielten.
Während des Arbeitsprozesses lernten die Schüler und Schülerinnen den Umgang mit dem Material Ton kennen. Sie übten verschiedene Techniken wie das Formen, Glätten und Strukturieren der Oberfläche, um den Kühen eine möglichst lebendige Wirkung zu verleihen. Zusätzlich wurde sich im Unterricht dem Prozeß des Objektguß genähert so wie Matare es auch tat.
Die entstandenen Arbeiten zeigen eine große Vielfalt an Interpretationen. Einige Jugendliche orientierten sich stark an realistischen Darstellungen, während andere ihre Kühe, wie im Original, eher vereinfacht oder stilisiert gestalteten. Dadurch wurde deutlich, wie unterschiedlich künstlerische Lösungen für dieselbe Aufgabe ausfallen können.
Insgesamt förderte das Projekt nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten der SchülerInnen, sondern auch ihre Beobachtungsgabe, Kreativität und Ausdauer. Die fertigen Tonplastiken der Kühe von Matare spiegeln das Engagement und die individuellen Ideen der Schüler und Schülerinnen eindrucksvoll wider.
Schüler und Schülerinnen der A3 setzten sich mit dem Thema “Assemblage” auseinander, indem sie aus Keramikscherben eigenständige Kunstobjekte gestalteten.
Ausgangspunkt waren zerbrochene Teller, Tassen oder Fliesen, die zunächst als Abfall erschienen, im künstlerischen Prozess jedoch eine neue Bedeutung erhielten.
Zu Beginn sortierten und betrachteten die SchülerInnen die vorhandenen Scherben nach Farben, Formen und Oberflächenstrukturen. Dabei entwickelten sie erste Ideen, wie sich die einzelnen Fragmente zu neuen Kompositionen zusammenfügen lassen.
Die Aufgabe bestand darin, dreidimensionale Objekte zu gestalten. Geübt wurde der Schaffensprozess mittels der Collage aus Abbildungen der keramischen Sammlung des MKK.
Im praktischen Arbeitsprozess standen das Anordnen, Kombinieren und Fixieren der Scherben im Mittelpunkt. Dabei spielte auch der bewusste Umgang mit Brüchen und Kanten eine wichtige Rolle, da gerade diese Eigenschaften den besonderen Reiz der Arbeiten ausmachten.
Die fertigen Kunstobjekte zeigen eine große Vielfalt an gestalterischen Lösungen. Durch die Kombination verschiedener Farben und Formen entstanden individuelle Kunstwerke, die die ursprüngliche Funktion der Keramiken weit hinter sich lassen.
Dieses Projekt förderte nicht nur die Kreativität und das handwerkliche Geschick der Schülerinnen und Schüler, sondern sensibilisierte sie auch für Nachhaltigkeit und den Wert von Wiederverwertung. Aus scheinbar wertlosen Scherben entstanden so ausdrucksstarke Kunstobjekte mit eigener Geschichte.
Die Projektleitung hatte Herr Deckers in seiner Funktion als Kunstlehrer im Förderzentrum Kleve. Seine Ausbildung in einem bildhauerischen Berufsfeld und seine Erfahrungen als bildender Künstler waren für das Projekt von Vorteil.




